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Hermann Stehr - Der Schindelmacher

Hermann Stehr - Der Schindelmacher



Die Novelle "Der Schindelmacher" ist Hermann Stehrs bestes Werk. Erzählt wird ein King-Lear-Schicksal im ländlichen Milieu Schlesiens. Das Werk ist dem "Fuhrmann Henschel" (1898) von Gerhart Hauptmann in seiner tragischen Wucht wie in seiner literarhistorischen Bedeutung wertmäßig an die Seite zu stellen. Kein deutscher Erzähler hat die naturalistische Konkretion milieugerecht so authentisch erreicht wie Stehr mit dieser Novelle. Allerdings bleibt der "Naturalist des Innenlebens" nicht bei fotorealistischer Widerspiegelung stehen, sondern dringt tief ins Innere seiner Hauptfigur, die am Ende ein machtvolles Show-down liefert.
Lasst euch vom schlesischen Dialekt nicht abhalten! Das ebook, dessen Textbestand ich durch Einlesen der Erstausgabe erzielt habe, enthält am Schluss als Zugabe ein Wörterverzeichnis, das sehr hilfreich ist.
(brucewelch)

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Hermann Stehr - Leonore Griebel

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Hermann Stehr verkörpert mit seinem beachtenswerten Frühwerk (1898-1905) eine besondere Spielart des Impressionismus, die den »Naturalismus des Innenlebens« stofflich mit Themen der Heimatkunstbewegung verknüpft. Dies bleibt auch Grundlage der Werke seiner neuromantischen (ab 1909) und »völkischen« (ab 1926) Phase, die nichts mit der »Blut-und-Boden«-Literatur zu tun haben, weshalb der Autor auch vom dogmatischen Nationalsozialismus abgelehnt wird, während der offizielle NS-Staat ihn gleichzeitig als repräsentativen Dichter feiert.

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Friedrich Schiller - Der Venuswagen

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Der geneigte Leser wird von diesem Buche, das ich hier dem Publikum übergebe, sagen, daß es weniger eine abgerundete, in sich vollendete Erzählung, als vielmehr eine Aneinanderreihung von Scenen, Skizzen, Betrachtungen und Ereignissen sei. Ich werde gegen diesen Vorwurf nichts einwenden, denn ich bezweckte weniger einen Roman, als eine Schilderung des offenen und geheimen Thuns und Treibens aller Schichten der amerikanischen Bevölkerung New-Yorks. Nur dagegen protestire ich, wenn mir Jemand sagen wollte, die Abenteuer, die in diesem Buche vorkommen, die Facta, die darin erzählt werden, seien fingirte, und – vielleicht nicht blos fingirte, sondern auch unwahrscheinliche und unmögliche. Ich sage vielmehr, es sind lauter erlebte, nicht von mir, aber von Andern erlebte Abenteuer, – Abenteuer und Facta über welche die öffentlichen Blätter, welche in den letzten zehn Jahren in New-York ers…